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Historie

Korcula (griech. Korkyra Melaina, lat. Corcyra Nigra, dt. schwarze Insel) ist eine kroatische Insel in der Adria vor der Küste Süddalmatiens. Den schwarzgrünen Wäldern aus Aleppokiefern, Seekiefern, Schwarzkiefern, Pinien und immergrünen Steineichen, die mehr als die Hälfte der Inselfläche bedecken, verdankt die Insel ihren antiken Namen. Das außergewöhnliche milde Klima der Insel lockte bereits im 4. Jh. v. Chr. griechische (dorische) Kolonisten an. Die griechischen Siedler regelten in der Urkunde "Stein von Lumbarda", die Besitzansprüche der einzelnen Siedlergruppen. Lumbarda war keineswegs die älteste griechische Kolonie auf der Insel. Bereits zwei Jahrhunderte früher hatten Ionier aus Kleinasien eine Kolonie namens Korkyra gegründet, deren Standort nicht bekannt ist. Die Griechen waren auch dort keineswegs die Ersten gewesen; Illyrische Siedlungshügel zeugen von früherer Besiedlung, und in mehreren Höhlen wurden Zeugen noch älterer Anwesenheit des Menschen auf der Insel gefunden.


Stadtmauer von Korcula

35 v. Ch. mussten sie sich den Römern geschlagen geben.  Ihnen folgten die Ostgoten, die byzantischen Kaiser, neretvanische Piraten, venezianische Dogen, ungarische Könige und die Herren von Ragusa (heute Dubrovnik). Zwischen 1420 und 1797 konnten die Venezianer ihre Vorherrschaft behaupten. In der Stadt Korcula, in dem Gässchen Depolo, befindet sich das Haus von Marco Polo. Ob der berühmte Reisende wirklich hier gewohnt hat, ist umstritten, aber wahrscheinlich. Auch Venedig beansprucht ihn als Marco Polo. Nach den Venezianern wechselten die Franzosen, Briten und Österreicher einander ab.

Weltberühmt durch ihre Festungsstadt gleichen Namens, wird die 47 km lange und bis zu 8 km breite Insel Korcula (276 km²) gern auch Klein-Dubrovnik genannt. Die Insel ist eine Fortsetzung der Halbinsel Peljesac, von der sie nur 1,3 km breite Peljeski kanal trennt. Ihre fruchtbaren Täler werden für den Anbau von Oliven, Obst, und Gemüse genutzt. An sanften Hängen reifen in den sonnigen Rebgärten hervorragende heimische Weine: Grk, Posip, Rukatac und der feurige rote Plavac. Vom milden Klima verwöhnt, verzeichnet die Insel immerhin durchschnittlich 2700 Sonnenstunden pro Jahr.


Ritterspiele haben auf der Insel Korcula eine lange Tradition; Moreska in Korcula, Kumpanija in Blato, Smokvica, Pupnat, Cara und Vela Luka, Mostra in Zrnovo. So nennen sich in den Orten der Insel eine Form von Ritterspielen, die es nur hier gibt. Die Spiele entstanden nach der Abwehr der algerischen Angriffe von 1571. Sie feiern den Sieg der Christen über die Mauren. Daher auch der Name Moreska. Die Spielregeln wurden erstmals 1620 festgelegt und haben sich bis heute nicht geändert. Bunte und aufwändige Gewänder, Schwerter kommen zum Einsatz, Dudelsack, Trommel und Gesang für die Begleitung. Der wilde Säbeltanz wird während der Saison für die Touristen aufgeführt.
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