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Dubrovnik - Die Perle der Adria

Die "Perle der Adria" zieht durch ihre prächtige Altstadt, umgeben von subtropischen Gewächsen, und ihr mildes Klima das ganze Jahr über Touristen aller Nationen an. Jedes Kreuzfahrschiff legt hier an, am einstigen Knotenpunkt des Handelsseewegs zwischen Venedig und dem östlichen Mittelmeer.

Am Fuße des Srd-Berges erhebt sich aus dem Meer die autofreie Altstadt mit mächtigen Mauern und Bastionen, mit einer mitteralterlichen Prachtstraße, Plätzen und Gassen. Beidseitig der Placa verlaufen enge, mit Stufen versehene Gassen den Hang hinauf oder hinab.

Dubrovnik

Stufe für Stufe kann man Dubrovnik kennen lernen. Diese große alte süddalmatinische Stadt zieht kulturhungrige Urlauber an. Die zahlreichen Kulturdenkmäler zeugen von der reichen Geschichte dieser einzigartigen Stadt. Die gesamte Stadt wurde 1980 mit ihren Denkmälern unter den Schutz der UNESCO gestellt, was aber leider im kroatischen Unabhängigkeitskrieg zwischen 1991 und 1995 ein Bombardement seitens serbischer und montenegrinischer Einheiten nicht verhindern konnte. Die entstandenen Schäden sind inzwischen behoben.

Hoch über der Stadt und um sie herum verlaufen die mächtigen Wälle und Bastionen der Stadtmauer, auf der man spazieren gehen kann wie auf der Chinesischen Mauer - das sollte man unbedingt tun. Zwei Kilometer, fast rund um die Stadt, sind begehbar. Von der nördlichen Stadtmauer blickt man über die Dächer Dubrovniks und auf das Tiefblau der Adria mit der Insel Lokrum. Zweiflügelig liegt die Altstadt da, durchgezogen von der Prachtstraße, der Placa, von den Einheimischen auch Stradun genannt. Im Osten befindet sich der alte Hafen, trutzig und mit zwei Festungen bewehrt. Der größte Teil der Stadt wurde Ende des 13. Jh. planmäßig erbaut, und auch die Stadtbefestigung stammt aus dieser Zeit. Die Mauern sind bis zu 6 m dick und 25 m hoch.

Dubrovnik wurde im 7. Jh. von Flüchtlingen aus der römischen Stadt Epidaurum, dem heutigen Cavtat, auf einem Fels gegründet, der aus dem Meer wuchs und Schutz vor den Awaren und Slawen - es war die Insel Lausa. Quellen sprudelten, und mächtige Eichenwälder rauschten unterhalb des Berges Srd. Aus dem Wort Eichenwald, dubrava, entstand der heutige Name der Stadt, die bis 1918 jedoch Ragusa hieß, was auf den Inselnamen Lausa zurückging.

Durch den Slawisierungsprozess vergrößerte sich Dubrovnik unter der Oberherrschaft von Byzanz. Abgaben an die slawischen Herrscher im Hinterland sicherten ihm Schutz, es konnte sich erweitern, wurde jedoch bald darauf auch zur Zielscheibe feindlicher Angriffe. So belagerten im 9. Jh. die Araber Dubrovnik, im 10. Jh. wüteten die Mazedonier, und dann kam Venedigs Doge Pietro II. Orseolo und wachte kurze Zeit über die Stadt. Bald schon wollten die Dubrovniker ihre Umgebung gerne selbst beherrschen, also sicherten sie ihre Stadt. Dann kam ihnen die Erkenntnis, dass man mit geschickter Diplomatie mehr erreicht als mit Waffengewalt. Ihr Wunschtraum war schon immer gewesen, einen eigenen Staat zu besitzen und die Politik selbst zu bestimmen. Im 12. Jh., unter byzantinischer Oberherrschaft, verhandelte Dubrovnik mit Europa und dem slawischen Hinterland. Kaufmannskarawanen aus Dubrovnik rollten über den Balkan, und eine Handelsflotte entstand. Man schüttete den Graben zu, der die Insel Lausa vom Festland trennte - an seiner Stelle entstand die heutige Prachtstraße Placa, auch Stradun genannt. Das war im 13. Jh.
Dubrovnik - Stradun

Damals sah Venedig die Freiheit Dubrovniks nicht so gern, doch konnten die Dubrovniker 1272 ein Stadtstatut verabschieden und eigene Münzen pägen. Seine Handelsfreiheit und das Salzmonopol setzte Dubrovnik immer weiter durch Handelserpressung, Intrigen und Bestechung durch. Um das Territorium besser unter Kontrolle zu halten, teilte Dubrovnik es geschickt in Provinzen ein, die sogenannten Fürstentümer, die von einem Rektor oder Comes, der seit dem Frieden von Zadar 1358 aus einer Dubrovniker Patritzierfamilie stammen mußte, verwaltet wurden. Die Fürstentümer waren: Ston, Lastovo, Mljet, Sipan, Primorje, Dubrovniker Gau, Konavle, Lopud mit den Hafenverwaltungen in Trstenica, Janjina und Cavtat. Während der Türkenherrschaft im 15. Jh. unterhielt Dubrovnik diplomatische Beziehungen zur Türkei und besaß das Vermmittlungsmonopol zwischen Ost und West, was seine Handelsmacht fast ins Unermessliche steigerte.

Ende des 16. Jh. begann der unaufhaltsame Niedergang Dubrovniks. Die französischen, englischen und niederländischen Handelsschiffe stiegen in das Seegeschäft ein. Sie hatten moderne, gut ausgerüstete Schiffe, die den langen Weg nach Übersee durchhielten. Dubrovnik verschlief diese Enwicklung, steckte kein Geld mehr in Schiffe, sondern begann Geld in Land und Immobilien zu investieren. Hinzu kam das Erdbeben von 1667, das so ziemlich die ganze Stadt zertrümmerte. Erst 100 Jahre später hatte sich Dubrovnik wieder erholt und trotzte nun, nach dem Abgang Venedigs, den Franzosen. Napoleon machte dem aristokratischen Staat Anfang des 19. Jh. schließlich den Garaus. Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel Dubrovnik an Österreich, das aber Rijeka zu seinem Haupthafen wählte. So verlor die einst mächtige Handelsstadt an Bedeutung.

Die Umgebung

Berg Srd

Oberhalb von Dubrovnik liegt der 412 m hohe Hausberg mit einer Festung aus Napoleons Ära. Man kann mit dem Auto hinauffahren und einen herrlichen Blick auf die Stadt und die vorgelagerten Inseln werfen.

Insel Lokrum

Das Inselchen liegt als grüne Oase vor der südöstlichen Festung der Stadt. Zypressen spitzen aus seinem Waldkleid und werden überragt vom Fort Royal, das die Franzosen 1806 errichteten. Schon 1023 wurde hier ein Benediktinerkloster  gegründet. 1858 kaufte Erzherzog Maximilian von Habsburg, der spätere Kaiser von Mexiko die Insel. Er renovierte und baute sich das Kloster zu einem Schloss um und legte den Park an.

Lokrum

Heute befinden sich im Klosterpark inmitten üppiger Vegetation Restaurants, und Wege führen durch den grünen Tunnel des Nationalparks, zu dem die Insel 1945 erklärt wurde. Im kleinen Salzsee Totes Meer kann man gut mit Kindern baden. Es gibt dort Fels- und Kiesstrände sowie ein FKK-Gebiet. Im Sommer pendeln die Schiffe immer stündlich zur Insel.
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